Bewegungsstereotypie

Schon oft erwähnt in diesem Blog die Bewegungsstereotypie des Mädels!
Unter einer Bewegungsstereotypie bei Kindern versteht man einen gleichförmigen, sich wiederholender Ablauf der Bewegung.


Bereits in einem alter von etwa sechs Monaten zeigte das Mädel die ersten auffälligen Bewegungsmuster, zu Beginn wippte sie mit den Füßen und Beinen im Autositz, im Kinderwagen oder im Hochstuhl. Für uns war dies nun nichts besorgniserregendes und auch die Kinderärztin, die wir damals bei einer Vorsorgeuntersuchung darauf ansprachen tat es als harmlos ab.
Irgendwann verlagerten sich die Bewegungen dann auf die Arme und Hände, besonders viel uns dies auf wenn das Mädel angestrengt erlernte Lieder vorsingen wollte, oder ihre erlebten Sachen des Tages erzählen wollte, die flatterte dabei wie ein Schmerttering mit den Armen und spielte mit den Fingern ein imaginäres Klavier.
Zuerst war der Gedanke da dass diese Bewegungen daraus entstanden weil das Mädel geistig schon sehr weit war, sich aber nicht richtig oder schnell genug äussern konnte, und diese *Anspannung'* dann körperlich kompensiert werden musste.
Als die Bewegungen immer häufiger wurden und ihre Gesichtsmimik irgendwann auch mit einbezogen wurde, sprachen wir dies erneut bei unserer Kinderärztin an.
Es bestand der Verdacht einer Art der Epilepsie und so wurden wir zum EEG in die neurologische Klinik überwiesen...darüber hatte ich bereits berichtet!
Das Ergebniss des EEG war ganz eindeutig eine Bewegungsstereotypie, welche sich in den meisten Fällen, so die Ärtzin im Alter wieder verwächst.
Kindern bei denen dies nicht der Fall ist lernen irgendwann die Bewegungen zu kontrollieren sprich sie wenn nötig zu unterdrücken.

Beim Mädel verläuft es unterschiedlich, es gibt Phasen da ist die Stereotypie kaum zu erkennen und dann wiederum zappelt sie (so nennen wir dies) ständig.
Auch ändern sich immer wieder die Bewegungen und die Köperregionen, mal klappern die Finger, mal wippt sie mit den Beinen bez. Füßen ein anderes mal streckt sie die Zunge heraus oder kaut seit neustem Kaugummi.
Sie kann es inzwischen kontrollieren, in der Öffentlichkeit macht sie es so gut wie garnicht mehr dafür Zuhause gerade beim aufregenden Spielen umso öfter.
Bisher wurde sie deswegen noch nicht gehänselt, sie geht ja nun seit über einem Monat in den Kindergarten, dies liegt wohl auch im großen uns ganzen daran dass sie es sich dort verkneift...so gut es eben geht.
Wir sind optimistisch dass sich das ganze noch verwächst und hoffen es sehr!
Trotzdem ist sie für uns etwas ganz besonderes und wird genauso behandelt und geliebt wie ihre Geschwister...unser kleiner wunderschöner flatternder Schmetterling :-)

Kommentare

Beliebte Posts